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Das Gefuehl von israelischer Anheimeligkeit

Abends am ersten Tag der beinahigen Besserung muss ich ein Risiko eingehen. In Indien sind immer tausende Israelis unterwegs, deren ideale Lebensform nach dem anstrengenden obligatorischen Militaerdienst fuer Maenner und Frauen so aussieht, dass sich fast alle ein Jahr freinehmen um nach Indien zu fahren. Ein Ashram funktioniert eigentlich fast so wie ein Kibbuz. Der niedliche Yaov, mit dem ich immer auf der Terasse quatsche und dem ich meine insgeheime Schwaermerei fuer das wunderbare Land Israel verrate, laed mich ein, mit zu betchabad zu gehen. Da so viele Juden in Israel herumlaufen, haben sie sich religioes gut organisiert. Alle koennen abends vor Shabbat kostenlos essen und zusammen Shabbat feiern. Ich darf dorthin, weil die drei juedischen Yogaschueler im Ashram mich mitnehmen.

Dafuer mache ich mich huebsch, dusche den ewigen Schweissfilm von meiner milchsauren Haut, ziehe ich meinen Panjabi an, fahre mir die Augenbrauen mit einem Stift nach und flechte mir einem Zopf ueber den ganzen Kopf. So gehe ich auch in die letzte Unterrichtsstunde meines geliebten Philosophielehrers, der abends immer Reiki unterrichtet. Ein paar Erinnerungsfotos mit seiner bisher streberhaftesten Schuelerin der Yogasutren in Sanskrit, von denen ich mittlerweile 15 Stueck auswendig singen kann.


Danach gehe ich mit Nitsan zum Betchabad. Wir schwitzen, als wir den Huegel erklimmen und schwitzen unter dem Bambuszelt, wo sich alle versammelt haben weiter. Es gibt israelische Vorspeisen, die besten der Welt, Hummus, rote Beete, Salat (den ich nicht beruehre), Knoblauch-Tomaten-Sosse und Auberginen. Dazu gesegnetes Brot. Als alle singen und der Chor zu einer Einheit wird, muss ich fast weinen, weil es so schoen ist. Ich stelle mir meinen Grossvater vor, wie er mit seinen Verwandten an einer grossen Tafel sitzt und singt und Arrak trinkt.

8.9.12 14:00
 
Letzte Einträge: Der Ashram, Ein Albtraum ohne Erwachen


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