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Vrischikasana und Fluessigkeiten

Eine Woche lassen mich meine Gedaerme in Frieden. Ich gehe mit meiner Zimmergenossin eine kleine Suende aus Schokolade essen und muss dafuer buessen. Wieder wird alle feste Nahrung, sobald sie auf meinen Duenndarm trifft, verfluessigt, verwaessert und beschleunigt in Richtung Ausgang transportiert. Seltsam nur, dass ich diesmal kaum schlapp bin. Mir geht es im Prinzip gut, ich springe auf den Unterarmen stehend mit den Fuessen an die Wand und in Vrischikasana, die Skorpion-Pose. Das Gedaerm rumort.

 

Ab jetzt konsequent nur noch im Ashram essen und nie wieder ungekochtes. Ich spreche mit der Kundaliniyogalehrerin aus Mexiko. Sie reicht mir Neem-Dragees weiter, direkt aus dem Dschungel gepflueckt und in eine haessliche Plastikdose gefuellt. Ich lasse es mit viel Wasser meine Kehle hinabwandern. Der islaendische Yogatherapeut besieht meine Zunge und teilt mir mit, dass ich an uebler Dehydrierung leide und deswegen nicht gesunden kann. Ich kaufe mir zehn Packungen Elektrolyte und beginne an diesem Tag mit meine Bewaesserung. Erstaunlich, das reine Wasser hat mir immer schlecht geschmeckt, die Elektrolytloesung nimmt mein Koerper so dankbar auf, dass ich kaum nachkomme, zu trinken. Ich schuette am ersten Tag sieben Liter davon in mich und wache nachts auf, um einen weiteren zu trinken. Acht Liter an einem Tag. Mein Organismus wird es gebraucht haben. Die Zunge, die zuvor weisslich-gruen war und aussah wie zerschnitten, faerbt sich bis zum naechsten Tag wieder rosa-weiss. Ich trinke weiter. Halleluja, der erste halbwegs unfluessige Gang zur Dschungeltoilette. An diesem Nachmittag kaufe ich eine Maria-und-Jesus-Devotionalie in einem Touristenshop und stelle sie neben mein Bett um abends etwas unbefleckter zum Mantrasingen zu gehen.

8.9.12 13:42
 
Letzte Einträge: Der Ashram, Ein Albtraum ohne Erwachen


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