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Aufmerksamkeit

Müdigkeit überfällt mich. Dazu ein leichter Anflug von Kältekrankheit, der mich zwei Nächte lang den nötigen Schlaf kostet. Nicht überraschend nach den letzten Wochen. Irgendwann liegt man am Boden. Schade nur, dass es die Angewohnheit aller Deutschen ist, gerade in den letzten beiden Monaten des Jahres noch mehr zu arbeiten als sonst. So bleibt zum Ausruhen keine Zeit, diesem deutschen Gesetz unterliegt auch mein universitäres Institut.

Statt aber wirklich effizient zu arbeiten, vertrödele ich meine Zeit, mache alles ganz langsam und entwickle neue Interessen. In einem Aquarianerforum erfahre ich, dass meine Fische eigentlich auch gerne Pflanzen haben wollen. Also mehr Beckenbewuchs, aber auch Salat und Gurke nebenbei, höchstens zwei Tage im Becken liegen lassen, sonst belastet es die Wasserqualität. Und am besten Bio wegen Nitrat. Über so etwas macht man sich immer dann Gedanken, wenn der Geist Ablenkung sucht. Aber umsetzen werde ich es.

Mein eigener Yogakurs ist greifbar nahe. In zwei Wochen könnte er starten. Bis dahin muss ich mir noch Gedanken darüber machen, was genau Flow Yoga bedeutet und wie viele Schäflein ich dabei noch im Griff haben kann. Grenzenlose Aufregung positiver Art.

Ich bemerke, dass das die Konfrontation mit dem Tod keiner längerfristig erträgt, Am Telefon mit einem Freund wechselt er das Thema und ich beobachte mich auch selber dabei, dass es schwerer fällt, darüber mit meiner Familie zu sprechen. Irgendwann reicht es scheinbar und wer lebendig ist, will lieber über das Leben sprechen. Da ich genau das gleiche bei mir selber sehe, kann ich es niemandem übel nehmen.

Die Welt dreht sich wie ein Kreisel um mich. Seltsam, dass Rilke dazu meint, in Zeiten der Traurigkeit sei man besonders aufmerksam für das, was um einen geschieht. Ich fühle mich momentan eher wie in Watte gehüllt. Ich werde aufmerksam bleiben, um nicht zu verpassen, dass vielleicht doch noch aufmerksam werde, was meine Umwelt angeht. Andererseits stimmt es doch. Ich mache mir Gedanken darüber, wie alles Lebendige ständig im Fluss ist, Symbole der Vergänglichkeit umgeben einen besonders im November überall. Wenn ich mich im Plenum meiner Lehrveranstaltungen umblicke, fällt mir öfter einmal auf, dass jeder atmet. Dazu ein wenig Yogaphilosophie, jeder trägt den göttlichen Funken aufblitzend in seiner Brust. Ist mit der Aufmerksamkeit gemeint, dass man mehr Respekt vor dem Leben bekommt? Was für leere Worthülsen.

11.11.11 11:56
 
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